Energie & Infrastruktur.

Energie &
Infrastruktur.

PWO

Bauherr: Progress-Werk Oberkirch AG
Gewerke: Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär-, MSR- und Elektrotechniktechnik, Energieversorgungskonzept mit Wirtschaftlichkeitsvergleich und Masterplan für stufenweise Realisierung
Technikkosten: 2,5 Mio. €

 

Vollständige Erneuerung der Nahwärmeversorgung des gesamten Werksgeländes, Umstellung von Wärmeträger Dampf auf Warmwasser, Neubau Nahwärmenetz, Neubau Kesselhaus und Brennstoffversorgung / Brennstofflagerung. Neue Wärmeerzeugung für verschiedene Brennstoffe, Gesamtleistung: 9.000 kW. MSR-Technik und Zentrale Leittechnik für die neuen Anlagen und für bestehende Unterstationen.

Dr. Schwabe Sanierung Kälteversorgung

Bauherr: Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co.
Tragwerk: Ingenieurgruppe Bauen
Baukosten: 5,0 Mio. €
Gewerke: Kälte- und Lüftungsinstallationen
Leistungen: HOAI Lph 2 – 8
Technikkosten: 2,05 Mio. €
Kälteleistung: 1. Bauabschnitt 5.320 kW; Endausbau 7.980 kW

Die Kälteerzeugung war modular aufzubauen, sodass im 1. Bauabschnitt mind. 4 MW Kälteleistung redundant zur Verfügung stehen. Im ungestörten Normalbetrieb müssen mindestens 5,2 MW Kälteleistung zur Verfügung stehen. Die maximale Endausbau-Kälteleistung von ca. 6,5 MW ist ebenfalls redundant bereitzustellen, wodurch sich eine Kälteerzeugerleistung im Endausbau in der Größenordnung von ca. 8 MW ergibt. Die Kühlleistung jeder Kältemaschinen [Kälteerzeugung luftgekühlt mit ölfreien magnetgelagerten Turboverdichtern] liegt bei 1.330 kW.

Im Erdgeschoss der Energiezentrale wurden zur hydraulischen Trennung der Kälteerzeuger und -verbraucher zwei neue Pufferspeicher mit einem Volumen von je 5000 Liter sowie eine zentrale Schmutzfänger-Gruppe und eine Kältemengen-Messeinrichtung installiert.

Die verbraucherseitigen Kaltwasserpumpen und Armaturen wurden auf der Sekundärseite am Verteiler in der Energiezentrale ausgetauscht. Die im Bestand vorhanden Netzpumpen der insgesamt sechs Stränge des Kaltwasserverteilnetzes wurden durch eine zentrale Pumpengruppe ausgetauscht.

Pharmaserv

Bauherr: Pharmaserv GmbH & Co. KG, Marburg
Gewerke: Heizungs-, Lüftungs-, Kälte-, MSR-, und Elektrotechnik
Leistungen: HOAI Lph 1 – 7
Technikkosten: 1,7 Mio. €

 

Die Firma Pharmaserv dient für ihre Kunden aus der Pharmaindustrie unter anderem als Energiedienstleister, der verschiedene Abnehmer aus einem größeren Nahwärme-/ Kältenetz mit Wärme und Kälte beliefert. Für die Versorgung eines zusätzlichen Abnehmers mit hoher Leistungsanforderung wurden folgende Anlagen neu geplant und installiert, die in die vorhandenen Netze einspeisen:

  • zwei Gas-Brennwert-Wärmeerzeuger mit einer Leistung von jeweils 585 kW
  • zwei Blockheizkraftwerke mit jeweils 365 kW elektrischer und 485 kW thermischer Leistung
  • ein Pufferspeicher mit 20 m³ Inhalt
  • eine Absorptionskältemaschine mit einer Kälteleistung von 400 kW
  • ein offenes Rückkühlwerk mit einer Leistung von 900 kW

Die Blockheizkraftwerke werden wärmegeführt betrieben. In Zusammenspiel mit dem Pufferspeicher und der Absorptionskältemaschine wird die Laufzeit der BHKWs erheblich verlängert.

Datadock
Erweiterung Grundwasserkühlung Rechenzentrum

Bauherr: DATADOCK (GODADDY)
Gewerke: Kälte, Starkstromanlagen, MSR-Anlagen, Erdarbeiten
Leistungen: HOAI Lph 2 – 8
Technikkosten: 1,4 Mio. €

Erweiterung der „CO2-freien“ Kühlung des Rechenzentrums (5,7 MW Kälteleistung) in Straßburg durch die Einbindung eines 3. Grundwasserbrunnens. Das Rechenzentrum wird ausschließlich klimaneutral durch Grundwasser gekühlt. Zusätzlich Ausbau der Redundanz, sowie Vorbereitung für die Einbindung eines 2. Rechenzentrums und eines 4. Grundwasserbrunnens.

Maximale Kälteleistung des 3. Grundwasserbrunnens: 10.500 kW (1.200 m³/h Grundwasser)

Für die Unterbringung der Wasserverteilung und der MSR-Schaltschränke wurde um den Brunnenkopf ein zweistöckiges Technikgebäude aus Betonfertigteilen hergestellt.

Anbindung des 3. Grundwasserbrunnens an den Bestand durch eine ca. 300 m lange, erdverlegte Trasse (PE-Rohrleitungen bis DN 400, sowie bis zu 20 Elektroleerrohre in DN 160). Die Einbindung des 3. Grundwasserbrunnens in das bestehende PE-Rohrleitungsnetz von Brunnen 1 und 2 erfolgte im laufenden Betrieb des Rechenzentrums.

ETTLIN AG
Austausch Warmwasserkessel

Bauherr: ETTLIN AG
Gewerke: Wärmeversorgungsanlagen (KGR 420), Gasanlagen (KGR 413),
Starkstromanlagen (KGR 440), Gebäudeautomation (KGR 480)
Leistungen: HOAI Lph 1 – 8
Technikkosten: 0,7 Mio. €

Aufstellung und hydraulische Einbindung eines von drei Spitzenlastwarmwasserkesseln als Ersatz für die bisherigen Dampfkessel mit einer Heizleistung von je 4,5 MW.

Aus Redundanzgründen wurde der Warmwasserkessel mit einem Zweistoffbrenner (Erdgas/Heizöl) ausgestattet, der auch mit 100% Wasserstoff betrieben werden kann.

Errichtung und Anbindung eines neuen Beton-Verbundschornsteins mit einem Innenrohr aus Edelstahl. Die Anbindung erfolgt mittels Edelstahlabgasrohren in DN 700 mit einem passiven Abgasschalldämpfer.

Die Einbindung in das bestehende Erdgasnetz innerhalb des Kesselhauses erfolgte mit geschweißten Stahlrohren bis DN 125.

Für die Heizölversorgung wurde das gesamte Heizölnetz innerhalb des Kesselhauses erneuert und mit einem Saug-Druck-Pumpenaggregat ausgestattet.

Für die Regelung des Warmwasserkessels, der Heizölversorgung, und der Frostschutzheizung des Kesselhauses wurde eine neue Automationsanlage einschl. zugehöriger Sensoren, Aktoren und Verkabelung installiert.