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„Energiewende umsetzen“ Ingenium 03/2023

Auszug aus INGENIUM, Magazin „Verband Beratender Ingenieure VBI“ (März 2023), Interview mit Jörg Trippe

Wir sehen derzeit weniger Krise, vielmehr ungeahnte Möglichkeiten, die dringend nötige Energiewende mit eigenen Händen umzusetzen.

Wie auch mittlere Planungsunternehmen erfolgreich in die Zukunft navigieren, macht das Familienunternehmen Trippe und Partner Ingenieurgesellschaft (T.P.I.) mit rund 50 Mitarbeitenden in der Energie- und Gebäudetechnik vor. „Dass wir uns schon frühzeitig auf energieeffiziente Projekte, vor allem im gewerblichen Bereich konzentriert und spezialisiert haben, erwies sich als richtig. Es sorgt auch in den kommenden Jahren für volle Auftragsbücher“, freut sich Geschäftsführer Jörg Trippe. „Wir planen wenig für den Wohnungsbau oder die öffentliche Hand. Dadurch sind wir von momentanen Investitionsrückgängen in diesen Bereichen nicht betroffen.“

Der Unternehmer fühlt sich mit der Spezialisierung auf die Planung zukunftsträchtiger Energiekonzepte sehr gut aufgestellt: „Wir sorgen für klimaneutrale Standorte, indem wir fossile Energieträger durch alternative Energien ersetzen – über ganzheitliche Planung aller technischen Gewerke bis hin zur Fertigstellung. Nachhaltig, neugierig, innovativ. Mittlerweile werden in unseren realisierten Projekten jährlich über 20.000 Tonnen CO₂ eingespart.“ Jörg Trippe verweist nicht ohne Stolz auf die Auszeichnungen und Preise, die das Ingenieurbüro bereits erhielt - unter anderem für das erste Hochleistungsrechenzentrum mit 12.000 kW IT-Wärmelast, realisiert mit rein adiabater „Natur“-Kühlung und ohne Kältemaschinen.

Mit cleveren Lösungen beim Einsatz von Wärmepumpen mit Abwärmenutzung, Kühlen mit Grundwasser oder der Wärmeerzeugung mit Biomasse sieht sich das Ingenieurbüro mit seinem Angebot am Puls der Zeit. Als jüngstes Projektbeispiel weist Trippe auf das erfolgreich realisierte klimaneutrale Energiekonzept für ein neues Produktions- und Verwaltungsgebäude mit 14.000 m2 eines Herstellers hochpräziser Werkzeuge hin. Doch auch hier zeigt sich der Fachkräftemangel als die Wachstumsbremse Nummer eins: „Der Bedarf an diesen Aufgaben steigt immens. Wir könnten als Planungsbüro noch viel mehr Aufträge annehmen, wenn wir mehr Ingenieure hätten. Es arbeiten bei uns zwar einige Studierende in Praktika, die dann auch oft ihre Abschlussarbeit hier absolvieren und bei uns einsteigen. Aber wir brauchen noch viel mehr!“

Mittlerweile haben sich Planungsbüros als Arbeitgeber schon weit aus ihrer früheren Komfortzone in Richtung Zukunft bewegt: So zeichnet auch Jörg Trippe das Bild eines familienfreundlichen Unternehmens, dass auf die veränderten Bedürfnisse der jungen Mitarbeitenden eingeht: „Wir haben attraktive, spannende Arbeitsplätze mit Zukunftshemen zu bieten, planen schon seit mehreren Jahren mit BIM. Auch was die Freizeit angeht, bieten wir unseren Mitarbeitern einiges“. Sein Ingenieurbüro sei auch in anderer Hinsicht ein „fruchtbares“ Familienunternehmen, berichtet er lachend: „Alle, die bei uns für Nachwuchs sorgten, sind nach der Elternzeit gern zurück in die Firma gekommen und profitieren von Teilzeit und flexiblen Arbeitszeiten.“

Trippe blickt deshalb mit Optimismus in die Zukunft: „Wir sehen derzeit weniger Krise, vielmehr ungeahnte Möglichkeiten, die dringend nötige Energiewende mit eigenen Händen umzusetzen.“

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